FAQ

1. Schule
13.05.2007 | 3.048 Klicks
1.1. Schulformen
In Deutschland gibt es vier verschiedene weiterführende Schulen, die ein Kind nach Abschluss der vierten Klasse der Grundschule besuchen kann.

Die Hauptschule ist eine besonders praxisbezogene Schulform, die bis zur 10. Klasse geht. nach dieser erhält der Schüler den Hauptschul - Abschluss, der im Normalfall die Grundlage für eine betriebliche Ausbildung darstellt.

Die Realeschule wird ebenso wie die Hauptschule bis zur 10. Klasse besucht, danach hat der Schüler die Mittlere Reife erworben. Die Realschule ist nicht ganz so stark wie die Hauptschule praxisorientiert.

Das Gymnasium ist eine wissenschaftlich orientierte Schule, bei der keine oder nur äußerst wenige praktische Fächer angeboten werden. Derzeit ist das Gymnasium noch so organisiert, dass der Schüler nach der 13. Klasse abgeht, jedoch gilt für alle Jahrgänge, die 2012 Abitur machen,  dass sie nur noch 12 Schuljahre zu absolvieren haben.
Alle Schüler, die das Gymnasium noch in 13. Schuljahren durchlaufen, erhalten nach einer Abschlussprüfung am Ende der 10. Klasse die mittlere Reife und treten dann in die gymnasiale Oberstufe ein (Sekundarstufe II). Dort kann der Schüler seine Schullaufbahn nach der 12. Stufe beenden und durch ein Jahr Praktikum die Fachhochschulreife erlangen oder aber regulär nach Abschluss der Stufe 13 die allgemeine Hochschulreife, auch Abitur genannt, erhalten.

Die Gesamtschule vereint das dreigliedrige Schulsystem in einer Institution, denn die Gesamtschule wird im Anschluss an die Grundschule besucht und der Schulabschluss richtet sich nach der Qualifikation des Kindes, die hauptsächlich auf dessen Noten beruht. So kann das Kind hier jeden Abschluss vom Hauptschulabschluss über die Mittlere Reife bis hin zur allgemeinen Hochschulreife erlangen. Der Vorteil für das Kind besteht darin, dass es nicht die Schulform wechseln muss, wenn sich seine Leistungen stark verändern oder wenn es sich nach dem Erlangen der mittleren Reife entschließt, doch noch die Hochschulreife zu erlangen.
Der Nachteil für das Kind kann jedoch sein, dass es, wenn es einen bestimmten höheren Schulabschluss als Ziel vor Augen hat,  unter permanentem Leistungsdruck steht, denn ohne entsprechende Noten erhält es die erforderliche Qualifikation nicht.
Pädagogisch steht hinter der Gesamtschule auch das Ziel, Kinder der unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten miteinander vertraut zu machen und auf positive Synergieeffekte des gemeinsamen Lernens zu setzen.
13.05.2007 | 499 Klicks
1.2. Ideale Schulform für das Abitur
Die Schule mit dem Abitur abzuschließen, wird heute immer öfter empfohlen oder von Eltern für ihre Kinder gewünscht, da so die Möglichkeit, ein Studium zu beginnen, geschaffen wird, und auch bei einer Bewerbung um einen Ausbidlungsplatz gerne Abiturienten angenommen werden.
Dies führt leider immer wieder dazu, dass Eltern meinen, ihr Kinde müsse unbedingt das Gymnasium besuchen, oftmals auch entgegen der Empfehlung der Grundschullehrer. Das zieht oftmals die Konsequenz nach sich, dass das Kind den Anforderungen nicht gewachsen ist und dann doch auf eine andere Schulform wechseln muss.
Daher empfiehlt die StudiCenter - Redaktion, immer die Empfehlung der Grundschullehrer zu beachten, und im Zweifelsfall, wenn das Kind keine Empfehlung für das Gymnasium bekommen hat, die Eltern jedoch der festen und fundierten Überzeugung sind, dass es dort richtig sei, es auf eine Gesamtschule zu schicken, denn dort orientiert sich der Bildungsweg an den Fähigkeiten des Kindes, und es wird der oftmals deprimierende und demütigende Wechsel der Schulform vermieden.
13.05.2007 | 514 Klicks
1.3. Zentrale Abschlussprüfung nach der 10. Klasse
Seit dem Schuljahr 06/07 werden am Ende der Klasse 10. zentrale Abschlussprüfungen durchgeführt, um einen bundesweiten, einheitlichen Bildungsstandard zu gewährleisten. Üblicherweise werden Mathe, Deutsch und die erste Fremdsprache geprüft. Dies variiert jedoch je nach Bundesland.

Weiterführende Informationen zum Thema Zentrale Abschlussprüfung nach der 10. Klasse finden Sie unter Links.
Sollten Sie bezüglich dieser Thematik noch Fragen haben, können Sie diese in unserem Forum stellen.

13.05.2007 | 596 Klicks
1.4. Gymnasiale Oberstufe (Sekundarstufe II)
Mit Beginn der Stufe 11 tritt der Schüler in die gymnasiale Oberstufe ein. Diese unterscheidet sich am signifikantesten dadurch von der vorherigen Schulzeit, dass es keinen Klassenverband mehr gibt. Die Schüler wählen in der Klasse 10 die Kurse für die Oberstufe und besuchen diese, der Stundenplan wird dementsprechend durch die Kurse bestimmt.
Eine zusätzliche Änderung in vielen Bundesländern ist, dass der Unterricht auch sehr viel länger dauern kann, beispielsweise bis zur 10. Stunde, da sich die Kursschienen nicht überschneiden dürfen. Ebenso gibt es Freistunden, also Stunden, in denen der Schüler auf Grund seiner Kurswahl und der Kursblockung der Schule keinen Unterricht hat. Üblicherweise gibt es Aufenthaltsräume, in denen man seine Freistunden verbringen kann.
03.06.2007 | 525 Klicks
1.5. Leistungskurse und Kurswahl
Wie schon im Abschnitt "Gymnasiale Oberstufe (Sekundarstufe II)" erläutert, besteht der große Unterschied der Oberstufe zur vorherigen Schulzeit darin, dass der Schüler nun selbst gewählte Kurse besucht.
Dabei werden die Fächer in der Majorität der Bundesländer drei verschiedenen Themengebieten zugeordnet:
- Mathematisch-Naturwissenschaftlich
- Geistes - und Gesellschaftswissenschaften
- Sprachen
Zunächst einmal muss man differenzieren zwischen Leistungskursen und Grundkursen.
In Abhängigkeit des Bundeslandes, in dem er die Schule besucht, hat ein Schüler entweder zwei oder drei Leistungskurse. Wenn er zwei wählen muss, dann sind diese zugleich auch seine ersten beiden Abiturfächer. Muss der Schüler drei Leistungskurse wählen, kann er meist noch einen herabstufen, womit ebenfalls dessen Abiturrelevanz verfällt. Üblicherweise handelt es sich bei dem ersten Leistungskurs um einen sogenannten harten Leistungskurs, der nur aus einigen vorgegebenen Fächern gewählt werden kann (in Nordrhein-Westfalen sind dies beispielsweise: Deutsch, Mathe, eine neueinsetzende oder fortgeführte Fremdsprache, Biologie). Der zweite Leistungskurs kann frei gewählt werden und ist nur durch das Angebot der Schule limitiert.
Bei den Leistungskursen gilt, dass diese nach Interesse gewählt werden sollten, denn andernfalls kann schnell Frust aufkommen, wenn man sich mit einem Fach abgeben muss, das einen nur geringfügig interessiert, aber gute Noten erbringt. Zudem erwachsen aus Interesse meist auch Arbeitsbereitschaft und damit oftmals verbunden gute Noten.
Ansonsten ist zu beachten, dass im Abitur alle Themengebiete abgedeckt sein müssen. Hierbei gilt jedoch zu beachten, dass alle Grundkurse, die als Abitur-Fach gewählt werden sollen, durchgängig schriftlich gewählt werden müssen.
In manchen Ländern muss ein so genannter Schwerpunkt gesetzt werden, das bedeutet dann konkret, dass ein Schüler entweder zwei Kurse aus dem mathematisch - naturwissenschaftlichen Bereich gewählt haben muss oder aber zwei Kurse aus dem sprachlichen Bereich (wobei Deutsch nicht angerechnet wird).
StudiCenter empfiehlt sich schon möglichst früh über die jeweiligen Gegebenheiten für die Oberstufe zu informieren, denn diese variieren sowohl je nach Bundesland als auch oftmals zwischen den verschiedenen Jahrgängen.

Weiterführende Informationen dazu finden Sie bei unseren Links, wo Sie Verweise zu den offiziellen Webseiten der Schul- bzw. Kultusministerium finden.
Noch offene Fragen können Sie in unserem Forum stellen.
03.06.2007 | 570 Klicks
1.6. Zentralabitur
Seitdem Schuljahr 2006/2007 wurde das zentral Abitur eingeführt, um einen bundesweit vergleichbaren Schulabschluss zu schaffen bzw. ein bundesweites Bildungsniveau sicher zu stellen.


StudiCenter empfiehlt dringend, sich noch einmal nach den  bundesländerspezifischen Anforderungen zu erkundigen. Weiterführende Informationen diesbezüglich finden Sie in den StudiCenter - Links.
Sollten Sie noch Fragen haben, so können Sie diese in unserem Forum stellen.

03.06.2007 | 499 Klicks
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