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12. Juni 2008

Situation von Hauptschülern auf dem Arbeitsmarkt verschlechtert sich

Wirtschaft | 12.06.2008 - 20:20:58

Im neuen Bildungsbericht findet sich eine höchst brisante Aussage: Hauptschulabsolventen haben es immer schwerer eine Lehrstelle zu finden. So finden etwa vierzig Prozent aller derer, die den Hauptschulabschluss erlangen, in zweieinhalb Jahren keinen Ausbildungsplatz.
Die Schuld dafür sieht die Industrie klar bei der Bundesregierung, denn viele der Schulabgänger würden die nötigen Fähigkeiten missen lassen, in den schlimmsten Fällen bewegten sich einige Kompetenzen auf Grundschulniveau. Laut der deutschen Industrie – und Handelskammer könnten etwa 30.000 neue Lehrstellen geschaffen werden, wenn sich die Qualifikation wieder verbessern würde.
Die Ursache für die unzureichende Qualifikation vieler Hauptschüler seien mangelnde Investitionen in das Schulsystem, beklagen die Industrie – und Handelskammer sowie der Bildungsbericht übereinstimmend. Zwar seien die absoluten Ausgaben konstant gestiegen, doch in Relation zum Brutto – Inlands – Produkt, kurz BIP, auf 6,2 Prozent abgesunken, während es in den neunziger Jahren noch 6,9 waren. Damit liegt Deutschland auch unter dem europäischen Durchschnitt.
Die Bundeskanzlerin, erklärte, sie wolle sich verstärkt für Bildung engagieren und als Auftakt dazu einen nationalen Bildungsgipfel einberufen.

Die Opposition befürwortet inzwischen die Abschaffung der Hauptschule, da deren Absolventen zu wenig Aussicht auf Erfolg hätten; statt dessen müsse mehr auf Integration und Förderung gesetzt werden.
Experten warnen zudem, dass nun eine neue verlorene Generation entstehen könnte, die beruflich und letztlich auch sozial kaum in die Gesellschaft integriert sein könnte.

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